Das Frühstück, das hält
Warum die erste Mahlzeit des Tages über die Konzentration am Nachmittag entscheidet.

Die Frage, ob Frühstück gesund ist, wird seit Jahren mit einer Leidenschaft diskutiert, die dem Thema kaum angemessen ist. Die ehrlichste Antwort lautet: Es kommt darauf an, was auf dem Teller liegt.
Ein typisches Marmeladenbrötchen mit Orangensaft liefert vor allem schnell verfügbare Kohlenhydrate. Der Blutzucker steigt steil, die Bauchspeicheldrüse antwortet mit Insulin, und rund zwei Stunden später folgt ein Tief, das viele als Müdigkeit oder Heißhunger erleben.
Anders verhält es sich, wenn Eiweiß und Fett hinzukommen. Haferflocken mit Quark und Nüssen enthalten dieselbe Energiemenge, setzen sie jedoch langsamer frei. Studien mit Schulkindern zeigen dabei messbar bessere Konzentrationswerte am späten Vormittag.
Wer morgens keinen Appetit hat, muss sich nichts aufzwingen. Der Körper reagiert flexibel, solange die erste Mahlzeit dann nicht aus einem Schokoriegel am Bahnsteig besteht.
Ein einfacher Test für den Alltag: Wenn Sie vor elf Uhr an Essen denken, war das Frühstück wahrscheinlich zu süß und zu arm an Eiweiß.