Die Suche nach der zweiten Erde
Fast 6.000 Exoplaneten sind bekannt. Doch die entscheidende Frage stellt sich erst jetzt — und die Antwort verändert alles.

Als 1995 der erste Planet um einen sonnenähnlichen Stern entdeckt wurde, hielten viele Fachleute das Ergebnis für einen Messfehler. Ein Gasriese, der seinen Stern in nur vier Tagen umrundet, passte in kein Modell. Dreißig Jahre später ist die Liste bestätigter Exoplaneten auf fast sechstausend angewachsen.
Die eigentliche Revolution ist jedoch nicht die Zahl, sondern die Methode. Statt Planeten nur zu zählen, lesen Teleskope inzwischen ihre Atmosphären. Wenn ein Planet vor seinem Stern vorbeizieht, filtert seine Lufthülle bestimmte Wellenlängen heraus — ein chemischer Fingerabdruck über Lichtjahre hinweg.
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