Grünes für dunkle Ecken
Nordfenster, Flur, Bad: Sieben Pflanzen, die mit wenig Licht erstaunlich gut zurechtkommen.

Kaum ein Irrtum kostet mehr Zimmerpflanzen das Leben als die Annahme, „schattenverträglich“ bedeute „kein Licht nötig“. Auch die genügsamste Pflanze betreibt Fotosynthese. Der Unterschied liegt darin, wie effizient sie das wenige Licht nutzt.
Die Zamioculcas ist der unangefochtene Champion. Ihre verdickten Blattstiele speichern Wasser, ihr Stoffwechsel läuft langsam. Sie überlebt Wochen der Vernachlässigung — und stirbt fast ausschließlich an zu viel Gießwasser.
Ähnlich robust ist der Bogenhanf. Er öffnet seine Spaltöffnungen nachts, was den Wasserverlust minimiert. Im Winter genügt eine Wassergabe im Monat.
Für lebendigere Wirkung sorgen Efeutute und Philodendron. Beide wachsen im Regenwald als Kletterer im Unterholz und sind evolutionär auf Halbschatten eingestellt. Wenn die Blätter kleiner werden und die Abstände zwischen ihnen wachsen, fehlt trotzdem Licht.
Im Bad fühlen sich Farne wohl, besonders das Schwertfarn, weil dort die Luftfeuchtigkeit hoch bleibt. Und die Grünlilie verzeiht praktisch jeden Fehler, den man als Anfängerin machen kann.
Ein Hinweis zum Schluss: Drehen Sie Ihre Pflanzen alle zwei Wochen um eine Vierteldrehung. Sonst wachsen sie einseitig zum Fenster — und kippen irgendwann samt Topf.